Feuerwehr Strasskirchen nimmt Verkehrssicherungsanhänger in Betrieb

16. Mai 2020
Pressemitteilung
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Schutz an Unfallstellen

Feuerwehr Straßkirchen nimmt Verkehrssicherungsanhänger in Betrieb

Straßkirchen. Die Gesundheit der Menschen steht in diesen Tagen der Corona-Krise besonders im Zentrum. Das gilt auch für die Feuerwehr Straßkirchen. Auf einem Treffen am Straßkirchner Feuerwehrhaus hat die Wehr zusammen mit Landrat Raimund Kneidinger, Bürgermeister Josef Putz, Kreisbrandinspektor (KBI) Alois Fischl und Kreisbrandmeister (KBM) Josef Thoma den neuen Verkehrssicherungsanhänger (VSA) präsentiert, der an mehrspurigen Straßen zur Verkehrsabsicherung bei Unfällen zum Einsatz kommt.

 

Der neue Feuerwehranhänger diene vor allem der Sicherheit der Feuerwehrleute, die ehrenamtlich im Einsatz sind, sagte Bürgermeister Putz. Die Initiative zur Anschaffung des VSA sei von der Feuerwehr-Landkreisführung gekommen. Nach dem dreistreifigen Ausbau der B 12 könne es zu intensiven Einsätzen der Feuerwehren kommen. Die Fahrer seien oft "mit Tempo" unterwegs. Mit dem VSA könne die Wehr die Fahrer auf eine Unfallstelle hinweisen und warnen und den Verkehr zur Sicherheit der Einsatzkräfte lenken. An den Kosten beteiligten sich neben der Gemeinde auch der Landkreis und die Regierung von Niederbayern.

 

"Abstand halten rettet Leben nicht nur in Zeiten von Corona", sagte Landrat Kneidinger, der sich über seinen ersten offiziellen Außentermin in der Heimatgemeinde freute. Dies gelte auch für die Feuerwehrleute bei Einsätzen. Es habe in der Vergangenheit bereits "brenzlige Situationen" gegeben. Die Helfer brauchten eine optimale Ausrüstung, um nicht Kopf und Kragen zu riskieren. Der VSA sei ein Beitrag, um die Wehrleute zu schützen. Der Landkreis beteilige sich mit 5000 Euro am Kauf des VSA. Er hoffe, dass es sich um eine "Fehlanschaffung" handelt, der Anhänger also nicht benötigt werde. Bei Unfällen sei er aber zum Schutz der Helfer wichtig.

 

Der Verkehr nehme stetig zu, gerade auch mit dem Ausbau der B 12, sagte KBI Fischl. Es gelte daher, die Sicherungsmaßnahmen zu verstärken. Die Feuerwehren seien bei Unfällen an "vorderster Front" tätig. Bisher habe man die Absperrungen mit "Manpower" vorgenommen. Die Sicherheit der Feuerwehrleute sei es wert, den Verkehr mit dem VSA umzuleiten. Er koste Geld, ermögliche aber, Personenschaden zu vermeiden. Er betonte die Unterstützung der Gemeinde bei der Anschaffung sowie den Zuschuss von Landkreis und Land in Höhe von insgesamt 13500 Euro bei Gesamtkosten von 19500 Euro.

 

Auf der B 12 sei ein hohes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen, bestätigte KBM Thoma. Zur Sicherung von Norden her gebe es einen VSA bei Großthannensteig, mit dem neuen Feuerwehranhänger könne man auch von Süden her Unfallstellen absichern. Er hob das Engagement der Gemeinde Salzweg hervor, "die gleich bereit war", sowie der Feuerwehr Straßkirchen. Kommandant Stefan Schneider habe ihn angesprochen. Innerhalb kürzester Zeit sei es gelungen, den VSA zu erhalten.

 

"Verkehrssicherheit ist uns wichtig", sagte Kommandant Schneider. Es gehe darum, Einsatzstellen für sich und andere abzuschirmen. Er wünschte sich, den Anhänger nicht einsetzen zu müssen, bei notwendigen Hilfeleistungen auf der Straße, auch auf der PA 20, sei die Feuerwehr damit aber im Vorteil, um auf Unfallstellen aufmerksam zu machen. Der VSA sei einfach zu bedienen. Er demonstrierte dies und erläuterte die Ausrüstung. Zum Transport reiche der B-Führerschein aus.

Bericht und Bild: Theresia Wildfeuer aus www.pnp.de vom 11.05.2020

 

Bild: Über den neuen Verkehrssicherungsanhänger für der Straßkirchener Wehr freuen sich (v.l.) Vorstand Johann Reitberger, 2. Kommandant Michael Kieweg, KBI Alois Fischl, Landrat Raimund Kneidinger, Bürgermeister Josef Putz, 2. Vorstand Stefan Schreiner, Kommandant Stefan Schneider und KBM Josef Thoma.