Damit die Hilfe noch schneller kommt

3. Januar 2020
Pressemitteilung
Einsatzunterstützungs-Software für Wehren

Damit die Hilfe noch schneller kommt

Einsatzunterstützungs-Software für Wehren – Leitstelle teilt Einsatzdaten automatisch mit

Bericht aus PNP vom 02.01.2020 von Theresia Wildfeuer

Salzweg. Kreisbrandinspektor Alois Fischl, Kreisbrandmeister Josef Thoma und Bürgermeister Josef Putz haben die Feuerwehren Salzweg, Oberilzmühle und Straßkirchen bei einem Treffen im Feuerwehrgerätehaus Salzweg für ihr Engagement beim Projekt Einsatzunterstützungssoftware (kurz EUS) gewürdigt. Die drei Feuerwehren schafften diese auf Empfehlung von Fischl als eine der ersten im Landkreis an, um mit der Integrierten Rettungsleitstelle in Passau verbunden zu sein und alle Einsatzdaten schnell auf den Bildschirm im Feuerwehrhaus zu bekommen. Die Gemeinde trug die Kosten für die Hardware.

"EUS ist etwas Besonderes, das andere Integrierte Leitstellen noch nicht haben", sagte Alois Fischl. EUS gebe es bisher nur für den Bereich der Integrierten Leitstelle (ILS) in Stadt und Landkreis Passau sowie den Kreisen Freyung-Grafenau und Rottal-Inn. In den Feuerwehrhäusern ist für den Einsatz der neuen Technik neben der Software noch ein Bildschirm notwendig. Die drei Salzweger Wehren setzten dies schnell um, so dass das System bereits seit einigen Monaten im Einsatz ist.

Der Leiter der Integrierten Rettungsleitstelle, Sebastian Fehrenbach, hatte den Wehrleuten die Software vorgestellt. Diese ermöglicht, wichtige Informationen über Art und Ort des Einsatzes ohne Zeitverlust und automatisch an die Feuerwehren weiterzugeben.

Das EUS-System werde von der Integrierten Leitstelle bei einem Unfall oder Brand angesteuert, sagte Fischl. Während die Feuerwehrleute nach dem Alarm zum Feuerwehrhaus eilen, schalte sich der Bildschirm selbst ein, um alle wichtigen Informationen zum Einsatzort, zur Anfahrt und zu den Einsatzmitteln anzuzeigen. Die Wehrleute können ablesen, welche Einsatzkräfte und -fahrzeuge benötigt werden und ob die Einsatzmittel vorhanden sind. Auch ein Kartenausschnitt für die Anfahrt sei zu sehen. Es scheine zugleich auf, welche Fahrzeuge einsatzbereit sind. Dies können auch andere Feuerwehren ablesen. Sie erfahren so, ob zum Beispiel ein Spreizer oder Spezialgerät fehlen.

Bisher seien die Informationen für den Einsatz per Fax erfolgt, sagte Fischl – ein Auslaufmodell, das durch das EUS-System ersetzt werde. Die Software ist von der Integrierten Leitstelle entwickelt und von dieser in Salzweg installiert worden. Sie steht den Wehren kostenlos zur Verfügung, und wird von der Leitstelle gepflegt. In Fischls KBI-Bereich stellten bis auf eine Gemeinde bereits alle auf das EUS-System um. Salzweg sei eine der ersten Kommunen gewesen, betonte Sebastian Braun, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Salzweg.

Die Anschaffung von EUS sei unproblematisch gewesen, sagte Bürgermeister Josef Putz. Die Gemeinde trage die Kosten für die Software in allen drei Feuerwehrhäusern in Höhe von 3000 Euro. Diese Summe sei im Vergleich zu dem, was das EUS-System an Sinnvollem und Hilfe bringen kann, nicht der Rede wert. Die Software stelle die Leitstelle sehr kostengünstig bereit.

 

Bild 1: Michael Kieweg (v.l.), 2. Kommandant der Feuerwehr Straßkirchen, Markus Fürst, Jugendwart und Systembetreuer der FF Salzweg, Stefan Schneider, 1. Kommandant der Feuerwehr Straßkirchen, Sebastian Braun, 2. Kommandant aus Salzweg, KBM Josef Thoma, KBI Alois Fischl, Mario Schenk, 1. Kommandant der Feuerwehr Oberilzmühle und Stefanie Rosenberger von der Salzweger Wehr freuen sich über die Unterstützung von Bürgermeister Josef Putz. − Foto: Wildfeuer

Bild 2: Die Einsatzunterstützungs-Software für die Feuerwehren enthält Kartenausschnitte, um schnell an den Einsatzort zu kommen. − Foto: Braun FF Salzweg