Feuerwehr feiert gleich dreifach

28. Juni 2019
Vereinsveranstaltung
Florianifest mit Festbetrieb und "Tag der offenen Feuerwehr" am 29. und 30. Juni 2019

Feuerwehr feiert gleich dreifach

Die Segnung des Erweiterungsbaues am Feuerwehrgerätehaus und gleichzeitig des neuen Mannschaftstransportwagens (MTW) wurde ein großes Fest. Viele der umliegenden Feuerwehren waren trotz großer Hitze aus Solidarität gekommen und hatten sich mit weiteren Ortsvereinen zu einem langen bunten Zug von der Kirche zum Feuerwehrhaus formiert. Allem voraus ging ein Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Ägidius, in der auch wegen der Witterung die Ansprachen gehalten wurden.

Ortspfarrer Alexander Aulinger, aktiver Feuerwehrmann und als Bezirks-Feuerwehrpfarrer auch für die geistliche Seite der Wehren zuständig, bezeichnete den Anlass als einen besonderen Tag für die Feuerwehr Straßkirchen. Er warb dafür, dass man einander annehme, was nicht immer einfach sei. An die Aktiven appellierte er, sich fortzubilden, damit sie Hilfe auch leisten können. Es sei wichtig, eine gute Ausbildung zu durchlaufen und gute Kameradschaft zu pflegen.

Der Geistliche zerpflückte das Wort "Feuerwehr" in seine Einzelbuchstaben, die von den Jungfeuerwehrlern hochgehalten wurden. So stehe das "F" für die Freude, bei der Feuerwehr zu sein, das "E" für den Einsatz, das "U" für den Unterricht, das "E" für das Ehrenamt, das "R" für die Ruhe, zu der man nach schwierigen Einsätzen kommen müsse, das "W" für die Weite, nicht das Ich, sondern das Teamwork stehe im Vordergrund, das "E" für das Engagement, das "H" für die Hilfsbereitschaft und schließlich das "R" für den Respekt, den die Aktiven in hohem Maße verdienen, der aber immer mehr nachlasse. Beleidigungen seien an der Tagesordnung. Der Pfarrer wünschte allen Feuerwehrleuten eine stets gesunde Heimkehr und viel Segen für ihr Tun am Nächsten.

Den weltlichen Teil eröffnete Bürgermeister Josef Putz mit der Begrüßung der vielen Vereinsabordnungen, der Vizelandrates Raimund Kneidinger, der Gemeinderäte, der Feuerwehrführungskräfte um Kreisbrandinspektor Alois Fischl und Kreisbrandmeister Josef Thoma, der Ehrendienstgrade und der Fahnenmutter Maria Waldbauer. "Der Dienst in der Feuerwehr ist ein Dienst von Menschen für den Menschen", betonte Putz. Er sei auch mit Entbehrungen für die Familien verbunden. Gerade in dieser Woche habe sich in der Gemeinde wieder gezeigt, wie extrem schwierig Einsätze sein können. Mittlerweile haben sich die Feuerwehr zu einem Hightech-Dienstleistungsbetrieb entwickelt. Damit würden auch die Anforderungen in Ausbildung und Schulung ansteigen, meinte der Bürgermeister. "Mit dem neuen MTW kann eine ganze Löschgruppe zum Einsatz gebracht werden." Das Fahrzeug sei ganz auf die Bedürfnisse im Schutzbereich zugeschnitten. Mit dem Anbau sei der nötige Stellplatz geschaffen worden. Durch die neue Straßenführung seien kein Rangieren und kein Begegnungsverkehr mehr nötig.

1.Kommandant Stefan Schneider begrüßte alle Ehrengäste und Vereinsabordnungen aus Nah und Fern. Es folgte ein Rückblick auf das letzte  Jahre, in dem der Gerätehausanbau am Feuerwehraus durchgeführt wurde. Dieser konnte nur durch rege Mithilfe vieler fleissiger Feuerwehrkameraden und Handwerkern in zahlreichen Stunden so schnell und planmäßig fertig gestellt werden. Er bedankte sich bei allen Helfern, ohne die das nicht funktioniert hätte.Desweitern ging er kurz auf die Notwendigkeit des neuen MTW (Mannschaftstransportwegen) ein. Am Schluss dankte Kommandant Schneider dem Gemeinderat Salzweg für die sehr gute Zusammenarbeit, besonderer Dank gilt dem 1.Bürgermeister Josef Putz für die hervorragende Unterstützung.

Vizelandrat Raimund Kneidinger bezeichnete beides, Gebäude und Fahrzeug, als Investition in die Zukunft, die den Landkreis natürlich freue. Er lobte die aktive Jugendwehr, "die hervorragende Leistungen erbringt". Dem Feuerwehrverein zollte er hohes Lob, weil dieser trotz seiner Kernaufgaben bei Bau und Beschaffungen Großes vollbringe.

In Salzweg sei der Bürger gut aufgehoben, da könne er sich auf seine Feuerwehren verlassen, stellte Kreisbrandinspektor Alois Fischl fest. Er ging auch auf den in Kronawitten ein, bei dem die Einsatzkräfte bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gegangen seien.

Anschließend wurde im Rückraum des Kirchengeländes zunächst der neue MTW gesegnet, dann geleitete der Festzug, angeführt von der Trachtenkapelle Straßkirchen und lautstark begleitet von den Böllerschützen Straßkirchen, das neue Fahrzeug zum Feuerwehrhaus. Dort übernahm der Pfarrer den Segnungsakt. Dann durfte ins Festzelt eingekehrt werden. Dazu spielte "Der Artische Wahnsinn". Der Sonntag stand im Zeichen des Florianifestes mit dem "Tag der offenen Feuerwehr". Eine Attraktion bildete die Drehleiter der Feuerwehr Hutthurm, für die Kinder ging es auf der Hüpfburg rund. Der Vormittag gehörte den Zockern beim Preisschafkopfen der JU.

Bericht: J.Heisl

Fotos: FF Strasskirchen