THL - Unwetter, Sturmschäden im gesamten Ortsgebiet

Aufräumen in Bayern nach dem Unwetter

Wie das Landratsamt Passau mitteilt, wird die Bewältigung der Unwetterschäden noch bis zum Wochenbeginn andauern. Der Schwerpunkt der Schäden liegt im nördlichen Landkreis, von Salzweg über Hutthurm, Büchlberg, Thyrnau und Hauzenberg bis nach Breitenberg und Sonnen. Insbesondere im Bereich der Stadt Hauzenberg wurden zahlreiche Häuser abgedeckt. Die Energieversorger arbeiten noch immer mit Hochdruck daran, die Stromversorgung in den betroffenen Gebieten wieder herzustellen.

Nach den Unwetterschäden sind im Landkreis Passau längst noch nicht alle Straßen wieder passierbar. Einige Ortsteile sind deshalb nur schwer zu erreichen. Rund 580 Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rotem Kreuz und Malteser Hilfsdienst waren im Dauereinsatz und haben zusammen mit der Polizei dafür gesorgt, dass der Verkehr auf den Hauptachsen weitgehend fließen kann und Umleitungsstrecken eingerichtet werden konnten. Auch wurden durch Baumsturz in ihren Häuseren eingeschlossene Personen befreit.

Zwei Tote bei Aufräumarbeiten

Bei Aufräumarbeiten kamen im Landkreis Passau zwei Männer ums Leben. In Pocking starb ein Dachdecker, als er von einem Haus fiel. Auslöser des Sturzes seien gesundheitliche Probleme des 68 Jahre alten Mannes gewesen, teilte das Landratsamt Passau mit. In Hauzenberg stürzte ein 94 Jahre alter Mann beim Aufräumen, er starb später im Krankenhaus. Die Behörden weisen erneut darauf hin, derzeit nicht in den Wäldern spazieren zu gehen, weil Äste und Bäume herabstürzen könnten. Gesperrte Straßen dürften auf keinen Fall befahren werden.

Die Arbeiten wurden heute in den frühen Morgenstunden wieder aufgenommen. Landrat Franz Meyer bedankte sich bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, zu den ersten Hilfseinsätzen ausgerückt waren und gestern den ganzen Tag über in einigen Gemeinden, vor allem im südlichen Landkreis, wieder etwas Normalität hergestellt hätten.

Stromversorgung unterbrochen

Wie die Bayernwerk AG mitteilte, mussten bayernweit mehr als 40 000 Haushalte und Betriebe im Bayernwerk-Netzgebiet zeitweise ohne Strom auskommen. Mehrere zentrale Versorgungsleitungen und zwei Umspannwerke seien mehrere Stunden vom Netz gewesen. Besonders betroffen waren den Angaben zufolge die Region Waldkraiburg (Landkreis Mühldorf) und der Raum um Passau (Niederbayern). Hier gab es zum Teil auch am Sonntagmorgen noch keine Stromversorgung. Als häufigste Ursache für die Stromausfälle nannte das Bayernwerk Blitzeinschläge und umgestürzte Bäume.

Bericht von br24 vom 20.08.2017

Eine weiterer Bericht von br24 zum Thema vom 21.08.2017

 


Einsatzart Technische Hilfeleistung
Alarmierung THL - Unwetter, Sturmschäden im gesamten Ortsgebiet
Einsatzstart 19. August 2017 19:00
Mannschaftstärke 29
Einsatzdauer 1 Std.
Fahrzeuge LF 20 (LF20/16)
TSF
Alarmierte Einheiten FF Straßkirchen